Herzlich Willkommen!

„Ich habe so viel gesehen, dass es für 20 Leben reicht. Es ist genug!“

Alma Rosé

Alma Rosé Projekt Wü

Bewegte Bilder einer bewegenden Geschichte zeigt Ihnen unser Imagefilm. Tauchen Sie ein uns lassen Sie sich von Almas Welt verzaubern.

In unserer musikalischen Lesung finden sich Texte aus dem Nachlass der Familie Rosé und Zitate aus Briefen und Texten Überlebender. Es spannt sich ein Bogen über das gesamte Leben Alma Rosés.

Von ihrer Geburt ins Wiener Bildungsbürgertum als Nichte Gustav Mahlers, Tochter und Ehefrau großer Violin-Virtuosen des beginnenden 20. Jahrhunderts, sehen wir ihre Entwicklung hin zu ihrer eigenständigen Arbeit und Karriere als glamouröse, erfolgsverwöhnte Violinsolistin, die in ganz Europa und Übersee bekannt war.

Wir begleiten sie durch die dunkle Zeit ihres Exils in den Niederlanden und folgen ihr bis zuletzt auf ihrem Weg, der sie in den KZ – Lageralltag in Auschwitz führte, wo sie als Leiterin des Frauenorchesters eingesetzt wurde
und in einer Art Parallelwelt inmitten einer grausamen Realität durch ihr musikalisches Wirken zahlreiche Mitgefangene vor dem Tod rettete.

Über dieser Lebensbeschreibung schwebt die Musik, die
Konstante ihres Lebens, über die sie sich als Person
definierte. Es entsteht ein Klangbild von Leichtigkeit
und Euphorie der 20er Jahre, wo Salonmusik und
Walzerseligkeit den Lebenshunger der Jahre zwischen
den Kriegen abbilden. Aber auch der von außen
eingeleitete Abstieg, die Entwertung Alma Rosés als
Mensch und Künstlerin, wird musikalisch kommentiert.


Die Zusammensetzung unseres Ensembles macht
hörbar, wie sich Menschen inmitten des
Unvorstellbaren, das in Auschwitz herrschte, in
musikalischen Formationen zusammenfanden und
buchstäblich um ihr Überleben spielen mussten.
Am Besten beschreibt das Heine – Zitat „Wenn die
Worte aufhören, beginnt die Musik“ diese Verbindung
aus der Erzählung und der Kraft der Musik, die die
inneren und äußeren Entwicklungen eines Frauenlebens in bewegten und bewegenden Zeiten begleitet.

Musik

Der musikalische Teil der Lesung umfasst unter anderem Werke von:

  • Johann Sebastian Bach
  • Frédéric Chopin
  • Antonín Dvořák
  • Fritz Kreisler
  • Franz Léhar
  • Richard Strauss
  • Giacomo Puccini

Geben Sie Alma ein Zuhause…

Sie möchten unser Stück in Ihre Schule, Ihr Theater oder Ihre Einrichtung holen? Oder Sie sind an einer anderweitigen Förderung interessiert? Erst einmal freut uns ihr Interesse sehr! Solche Anfragen sind immer sehr individuell. Daher möchten wir Sie bitten, uns per E-Mail zu kontaktieren. Herzlichen Dank!

Menschen hinter dem Stück

Das Ensemble

 

Anke Hájková Endres studierte an der Hochschule für Musik in Würzburg Gesang bei Prof. M. Bürgener und schloss mit dem Opernund Konzertexamen an der dortigen Opernschule ab. Weiteres Studium bei Viorica Lambrache in Kaiserslautern brachte sie dem Bel Canto näher. Meisterklassen u.a.bei E. Kirkby und A. Rooley, H. Hotter und Prof. I. Hallenstein vervollständigten ihre Ausbildung. Zwischen 2000 und 2007 war sie am Mainfranken Theater Würzburg fest engagiert, wo sie als Königin der Nacht, Olympia, Gilda, Gretel, Donna Anna u.v.a. zu hören war.

Sie erhielt den Förderpreis des dortigen Theaterfördervereins. Seit 2007 ist sie freischaffend als Sängerin tätig. In den letzten Jahren konzentriert sich ihre sängerische Tätigkeit auf den Konzertbereich und kammermusikalische, sowie moderierte Konzertformate.

Seit 2023 ist sie an der Berufsfachschule Bad Königshofen als Gesangslehrerin tätig. Als Dozentin unterrichtete sie Gesang an der Hochschule für Musik Würzburg. An der Dommusik Würzburg betreut sie in der Einzelstimmbildung Sänger*innen im Bereich der Jugendchöre und des Domchors. Seminare und Angebote für chorische Stimmbildung und chorische Arbeiten verbindet sie mit zahlreichen Chören in und um Würzburg.

Rainer Appel ist seit 1977 als Schauspieler und seit 1998 als Regisseur tätig. Während er die meiste Zeit freischaffend tätig war und ist (1994-2007 und seit 2013), rundete ein Engagement am Würzburger Mainfranken Theater sein Portfolio ab. Dort spielte er bis Sommer 2013 unter anderem im Schauspiel und Musiktheater, wo er 2012 für seine „herausragende schauspielerische Einzelleistung“ in der Charakterrolle „Der Vater“ (Strindberg) mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde.

2013 wirkte er an und in der Barockoper „Le Huron“ in der Solothurner Fassung mit, was die weitere Mitarbeit in zwei Henry Purcell Semi Opern in der Schweiz zur Folge hatte. 2023 wirkte er im „Dürrenmatt-Festspiel“ am Bielersee mit. Seine Markenzeichen sind vielfältige Sprechertätigkeiten im Rundfunk und auf der Bühne (Konzerte mit „Open Doors“, EuropaTournéen mit Würth-Big-Band und -Chor, Benefizlesungen für UNICEF „Kinder sind nie unsere Feinde“, Harry Potter Lesungen, preisgekrönte CD´s und Hörbücher für Kinder im Arena-Vlg., BücherBearbeitungen für seine Rezitationen etc.). Immer wieder präsentiert er eigene Bühnenprojekte, meistens zusammen mit Musikern.

Als Kulturmanager war er u.a. für die Organisation des 1. Bremer Straßenzirkustreffens „La Strada“, die Gestaltung der Siemens-100- Jahre-Gala oder des Deutschen Tropenmedizinischen Kongresses zuständig.

Der Geiger Tomáš Hájek stammt aus Tschechien und absolvierte seine musikalische Grundausbildung in Prag. Er hat verschiedene Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewonnen. Nach seinem Studium mit Auszeichnung, bei Prof. Petru Munteanu, an der Hochschule in Rostock wurde er als Praktikant an der Hamburgischen Staatsoper aufgenommen. Seit 2003 ist er Mitglied des Philharmonischen Orchesters Würzburg. Darüber hinaus unterrichtet er erfolgreich Kinder und Jugendliche. Er spielt regelmäßig mit verschiedenen Ensembles in unterschiedlichen Besetzungen und folgt seiner Leidenschaft für Kammermusik.

Dr. Alma Flammersberger hat an der musikalischen Akademie von Bratislava, in der Slovakischen Republik unter der Leitung von Boris Lenko studiert. Das Studium beendete sie 1993 und lebte und arbeitet seitdem in Deutschland. Sie wurde nach einem 5-jährigen Doktorat für Akkordeon in der Slowakei im Jahr 2005 die erste Professorin für Akkordeon an der Hochschule für Musik in ihrer Heimat Bosnien.

Seit 1993 unterrichtet sie im Fach Akkordeon am Musikinstitut der Stadt Marktheidenfeld und leitet das Akkordeon-Orchester und das Ensemble Akkordeonissimo. Daneben unterrichtet sie am Musischen Gymnasium Matthias Grünewald in Würzburg und übt Tätigkeiten an der Musikschule Aschaffenburg und Lohr aus. Dr. Alma Flammersberger ist Mitglied im Bundesakkordeonorchester. Seit Oktober 2018 ist sie Fachberaterin für Akkordeon bei dem Verband der Bayerischen Sing- und Musikschulen.

Der aus einer Musikerfamilie stammende Matthias Steinkrauß kam nach dem Studium in München, Karlsruhe und Düsseldorf und einer Spielzeit zur Aushilfe bei den Duisburger Sinfonikern 1990 als stellvertretender Solocellist nach Würzburg zum Philharmonischen Orchester. Für ihn spielte die Kammermusik mit ihren vielen Besetzungsmöglichkeiten schon immer eine besondere Rolle. Neben dem Spielen der bekannten Werke ist er immer wieder auf der Suche nach interessanten, vergessenen oder auch neuen Stücken. Außerdem liegt ihm die pädagogische Arbeit mit dem Projekt „Ohren auf“ am Herzen.